Thunfisch

Thunfische Thunfisch im Meergehören zur Familie der Scombridae (Makrelen und Thunfische) und werden in 8 unterschiedliche Arten aufgeteilt. Sie leben in den Meeren der tropischen und gemässigten Zone. Im Schnitt leben Sie bis zu 15 Jahre und erreichen dabei Gewichte bis zu 300 Kilogramm. Die hier im deutschsprachigen Raum erhältlichen „Thunfische“, zum Beispiel in Form von Thonbüchsen, gehören aber zoologisch gesehen nicht zur Gattung der Thunfische (thunnus). Oftmals werden hier Meeresfische aus der Gattung Euthynnus und Katsuwonus verkauft. Die untenstehende Grafik zeigt den Familienstammbau etwas genauerstammbaum-scombridae-thunnini-thunnus.

Thunfischfang

Der Fisch wird auf unterschiedliche Arten gefangen, meistens jedoch mit einer Langleine, einem Treibnetz oder Rinwade.
[6]

Thunfischkonsum

Der schweizerische Fischkonsum beläuft sich auf ca. 48’000 Tonnen Fisch pro Jahr [1] – dies ergibt einen pro Kopfdurchschnitt von 7.8 Kilogramm Fisch und Krusentiere [2]. Der deutsche Pro-Kopf-Konsum liegt mit 7.74 Kilogramm nur knapp darunter [3]. Täglich werden somit 21 Gramm Fisch konsumiert.
Im Jahr 2003 zeigt die Aussenhandelsstatistik der schweizerischen Zollverwaltung, dass 117 Tonnen frischer Thunfisch in die Schweiz importiert wurde.

Quecksilber und andere Giftstoffe

Der Thunfisch gehört in die Kategorie der Raubfische und ist daher allgemein höher mit Quecksilber belastet als Friedfische. Das liegt daran, dass sich das (Methyl)quecksilberkonzentration beim Durchlaufen der Nahrungskette erhöht. Während bei der normalen Bevölkerung aufgrund des Verzehrs von Thunfisch keine Gefährdung zu erwarten ist, müssen insbesondere schwangere Frauen beim Konsum aufpassen.
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Quellen

[1] Essen wie die Eskimos? von V. Müller. Und: Es braucht nicht immer Lachs zu sein. Tabula 2005
[2] Konsum von Fleisch und Fisch 2004, Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft
[3] EU-Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche PBC in Fisch schützen Vielverzehrer von fetthaltigem Fisch nicht ausreichend – Bundesamt für Risikobewertung – 2006
[4] Verbrauchertipps Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Bundesministerium für Umwelt, naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, 2015
[5] Stellungnahme Nr. 041/2008 des Bundesamts für Risikobewertung vom 10.09.2008
[6] Herkunft, Fangmethoden, Siegel und Preise unter der Lupe – Thunfisch-Test, Arbeitskammer Abteilung Marktforschung, Wien, 2015